Der
Winzer
Jung-Winzer nennen sich viele – bei Matthias
Hager trifft das allerdings in ganz besonderem Maße zu. Nach
Lehrjahren bei weitgerühmten Kult-Winzern wie Franz Hirzberger, Spitz
und Ernst Triebaumer aus Rust, betrat er mit 19 ganz bewusst eigene Wege.
Er lernte, das Erbe der Familie zu schätzen – wertvoller Boden,
gute Lagen, das spezifische Terroir Kamptal und vor allem einen kostbaren
Bestand an alten Reben.
Hinzu kam seine große Freude an den Feinheiten im Keller. Matthias
Hager nahm sich vor, der Familientradition seine eigene, ganz bestimmte
Note hinzuzufügen. Dazu gehören Maischestandzeit, langer Hefekontakt
und späte Abfüllung. Nach ein paar Jahren des Experimentierens
und Forschens scheint er seine Linie gefunden zu haben, mit 22 Jahren
entdeckte ihn Peter Moser vom Falstaff. Weitere Auszeichnungen und viel
Lob folgten.
Den Charakter von Hager’s Weinen bestimmen natürlich hauptsächlich
die geologischen Gegebenheiten des Kamptals, in dem es den Trauben nicht
so leicht gemacht wird wie anderswo. Die abwechslungsreiche, mineralische
Bodenbeschaffenheit und die unterschiedlichen Kleinklimate der Rieden
fördern Originalität und Eigenartigkeiten der Lagenweine und
Cuvées.
Dies führte auch dazu, dass bei Matthias Hagers Sortiment nicht mehr die Unterscheidung in Weiß und Rot im Vordergrund steht, sondern eine Differenzierung in eine Braune und Blaue Linie.
Eine genaue Beschreibung finden Sie unter >Weinlinie
Einer neuen Herausforderung, der sich der Winzer voller Überzeugung stellen möchte, stellt der Bioweinbau dar. Schon seit mehreren Jahren versucht Matthias Hager mit immer weniger systemischen Mitteln und künstlicher Unterstützung im Weingarten auszukommen, um sie vor 2 Jahren ganz weg zu lassen.
Das Weingut Hager Matthias befindet sich derzeit also in der so genannten Umstellungsphase zum Bioweinbau, 2009 wird es den ersten offiziellen Biowein aus dem Hause Hager geben. Darüber hinaus haben die Lehren von Rudolf Steiner über die biodynamische Landwirtschaft das Interesse von Matthias Hager geweckt.
Vielleicht wird das die nächste große Herausforderung für den jungen Winzer sein.